Der Tündernsee – Projekt Großgewässer

Seit 2022 sind unsere bisherigen Pachtgewässer Baggersee Weber und Baggersee Dahne zu einem Gewässer miteinander verbunden und bilden somit bereits jetzt den Tündernsee. Aktuell besteht die Gewässerfläche aus 40 Hektar. Voraussichtlich 2024 wird dann auch der Baggersee Niedere Feld angebunden und die Seefläche weiter vergrößern. In den kommenden Jahren werden dann noch Landeilenkamp und der Baggersee, welcher unweit der Tündernschen Warte liegt, an den Tündernsee angebunden. Zusammen mit noch auszukiesenden Feldern und Wegen wird hier ein Gewässer entstehen, welches eines Tages die beeindruckende Gewässerfläche von 100 Hektar haben wird. Dabei wird der See 1.600 Meter lang  sein und eine Breite von bis zu 800 Metern haben. Die Uferstrecke wird dann rund 6 km betragen. Bereits jetzt sind wir in die Planungen eingebunden, auch wenn die endgültige Fertigstellung noch fern ist und noch viele offene Fragen zu klären sind. Wo dürfen wir später angeln? Welche Einschränkungen müssen wir hinnehmen? Dass dieser See eines Tages touristisch genutzt werden soll, steht außer Frage. Wir müssen uns dann mit Badegästen, Surfern, Seglern und Tauchern arrangieren. Aber genau deswegen ist es umso wichtiger, bereits jetzt mitgestalten zu können und unsere Vorstellungen mit einzubringen.

Doch vergessen wir zunächst einmal die noch ungewisse Zukunft und die Träume von vereinseigenen Booten und Freiwasser-Schleppen inklusive E-Motor und widmen uns der Gegenwart. Betrachtet man den Tündernsee im aktuellen Zustand aus der Luft, wird man schnell feststellen, dass Betriebsgelände, Förderbänder, Steilufer und eingezäunte Bereiche das Bild prägen. So haben wir derzeit nur verhältnismäßig wenige Bereiche in denen das Angeln möglich ist: Zum einen ist dies der Weg entlang der Straße nach Tündern, welcher in der Regel auch gut zu befahren ist. Das  Ostufer ist dadurch an mehreren Stellen auf gesamter Länge erreichbar und gut zu beangeln. Am westlichen Ufer gibt es hingegen zwei prägnante Landzungen, auf denen jeweils einige Angelstellen angelegt wurden. Neu ist dabei die südlichere Landzunge, welche bis zum Sommer 2023 von den anderen Wassersportlern genutzt wurde. Mit deren Umzug zum Landeilenkamp ist dieser Bereich für uns zugänglich  geworden und bietet uns mehr Alternativen als zuvor. Inzwischen besteht aber auch am südlichen Ende des Gewässers die Möglichkeit zu angeln, da hier bereits einige Ufer angeglichen wurden und damit gut zu betreten sind. In diesem Bereich ist aber nach wie vor Vorsicht geboten, da nicht das gesamte Ufer zu beangeln ist. Bei all diesen Einschränkungen darf nicht vergessen werden, dass sich eben jene auch im Pachtpreis wiederspiegeln und wir derzeit verhältnismäßig wenig für den Tündernsee sowie Niedere Feld und Landeilenkamp bezahlen. Gemessen an anderen Pachtgewässern ist es sogar als Schnäppchen zu bezeichnen. Es ist aber sicherlich eine Investition in die Zukunft.

Beim Fischbestand unterscheidet sich der Tündernsee von den Baggerseen Luttmann und Alter Bahnhof, was sicherlich auch noch durch die aktive und nahezu gänzlich stattfindende Auskiesung zu erklären ist. Ist in den anderen Gewässern der Hecht der dominante Raubfisch, scheint deren Bestand im Tündernsee noch gering zu sein, was wiederum dem Zander entgegen kommt, dem sicherlich auch das oftmals eher trübere Wasser gefällt. Aber auch der Barschbestand ist als sehr gut zu bewerten, wobei auch kapitale Fänge möglich sind. Und natürlich gibt es auch Aale im Gewässer, ebenso wie die Friedfischangler auf ihre Kosten kommen. Ein guter Rotaugenbestand, teils kapitale Brassen, schöne Karpfen und immer mal wieder eine Schleie bieten hier auch durchaus Abwechslung. Neben einigen Grasfischen sind vereinzelte Störe vorhanden und sicherlich wird hier aus früheren Besatzmaßnahmen auch noch die ein oder andere Regenbogenforelle im See herum schwimmen.

Auch vom Boot aus kann der Tündernsee beangelt werden, jedoch dürfen wir hier derzeit leider nur den nördlichen Bereich nutzen um ausreichend Abstand zum Bagger und den Sicherungsseilen zu halten.
Wenn es vielleicht auf den ersten Blick nicht sofort den Eindruck macht, am Tündernsee sind bereits jetzt einige schöne Angelstellen vorhanden, die teils auch sehr gut zu erreichen sind. Dadurch dass inzwischen sämtliche Zufahrten durch Schranken abgesichert sind, hat auch hier das unbefugte Betreten und Baden sichtlich nachgelassen. Wenn man sich nicht von den Einschränkungen abschrecken lässt, sind hier jederzeit schöne Fänge möglich.



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